Auf nach Israel (Okt´17)

Israelaustausch

am 01.10.2017 war es endlich soweit! Wir flogen in den frühen Morgenstunden nach Israel, genauer in die Region Sha`ar Hanegev. („Tor zum Negev“). Sie zählt zu den bestentwickelsten Bezirken Israels, liegt zwischen den Städten Ashkelon im Norden und Be’er Scheva in der Negev-Wüste und wird im Westen durch den Gaza-Streifen begrenzt. Seit 2009 wird der einwöchige Jugendaustausch mit Schülern der 11. Klassen der beruflichen Gymnasien am Beruflichen Bildungszentrum in Ettlingen gestaltet. Der Landkreis Karlsruhe unterstützt dabei den deutsch-israelischen Jugendaustausch finanziell und organisatorisch.

Am Flughafen von Tel Aviv wurden wir zunächst von unseren Austauschschülern und den Organisatoren des Austauschs vor Ort empfangen und freuten uns auf das Wiedersehen (die Isralis waren vor den Sommerferien eine Woche bei uns). Danach fuhren wir in die Kibbuzim, in dem unser(e) Austauschpartner(in) leben. Am Abend trafen wir uns nochmal im „Community Center“.

In den folgenden Tagen (01.10-08.10.2017) hatten wir eine prall gefüllte Woche mit den unterschiedlichsten Programmpunkten. Wir waren ganz im Norden an der Grenze zu Jordanien in einer Oase, durchwanderten einen Fluß im Spring Valley Park, genossen einen Tag am Meer in der Nähe von Ashkelon, schwommen im Toten Meer und liefen durch das Flußbett einer Oase, ritten mit Kamelen durch die Negev-Wüste mit anschließend geführter Nachtwanderung und Besuch der Grabstätte von Ben Gurion (erste Ministerpräsident des Staates Israel). Auch Tel Aviv statteten wir einen Besuch ab. Sahen den bekannten Carmel Market, bummelten durch die Stadt und liefen den Frühlingshügel (dass heisst Tel Aviv) hinunter zum Strand. Es waren wunderschöne Tage und wir hatten tolles Wetter. Ein Tag war unter diesen besonders wichtig: der Tag in Jerusalem. Aufgrund der Gefahrenlage besuchten wir nicht den Tempelberg und genossen nur die Aussicht auf die Altstadt. Aber wir machten natürlich aufgrund unserer Geschichte halt in Yad Vashem. Ein sehr beeindruckend gestaltetes Museum. Nicht nur die Inhalte und die Führung brachten uns den Holocaust beklemmend näher auch die Architektur spiegelte die Gefühlslage der damalig Inhaftierten. Anschließend gestalteten wir eine Gedenkfeier an den Tafeln der ermordeten Juden aus der Region Karlsruhe und sangen das Lied: „Heal to the world“. Frau Martin (Betreuerin und Organisatorin) des Landratsamts sowie Frau Dentz betonten nochmal vor Ort, wie wichtig es ist, offen zu sein, gegenüber anderen Kulturen, Religionen und das der wichtigste Weg für Verständnis, Reflexion und eventuelles Aufbegehren die Bildung und persönliche Kontakte/ Freundschaften sind.

Es war eine beeindruckende Woche, wir haben viele Aspekte des Landes Israel sehen und erleben dürfen und sind unendlich dankbar für diese Erfahrung. Die Menschen sind vor Ort sehr freundlich und offen. Man kann spüren wie ein Land trotz seiner Geschichte nicht verbittert ist und immer nach vorne schaut. Wir hoffen, dass dieser Austausch lange bzw. immer fortgeführt wird und wir ein Teil davon sein durften. Wir haben uns in den Familien sehr wohlgefühlt und sind weiter mit unseren Austauschpartnern in Kontakt!

Schalom! Ad bekarov!

Die Austauschschüler/-innen 2017

Marie Bodier, Jana Bimmler, Lina Heid, Jannik Jörger, Annalena Mahlein, Marie Maier, Nina Marie Maisenhälder, Philipp Maucher, Mika Roth, Sina Schaumann, Simon Seifried, Jan Stiebel, Julia Vogel, Leon Wegener

Ein Dank gilt auch den Organisatoren des Austauschs:

Frau Seidenstücker (AES), Herrn Dannenmann (BVS) und insbesondere Frau Herb (Organisatorin des Austauschs am Landratsamt Karlsruhe), Frau Martin (Landratsamt Karlsruhe) und Frau Dentz (WRS), die uns mit Frau Martin und Frau Herb dieses Jahr nach Israel begleitet hat und immer für uns da war.



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