genetischer Fingerabdruck (Sept´17)

Bio-Kurs beim KIT

Nachdem wir uns im Rahmen des zweistündigen Biokurses bereits ausführlich mit dem Thema „genetischer Fingerabdruck“ beschäftigt hatten, bekamen wir am 13. September 2017 die Chance, im Rahmen eines Schülerpraktikums im KIT in Eckenstein- Leopoldhafen selbst einmal unseren eigenen genetischen Fingerabdruck anzufertigen.

Das KIT ist das größte deutsche Forschungsinstitut und existiert bereits seit 2009, bei dem sich die Universität und das Forschungszentrum Karlsruhe zusammen-geschlossen haben. Insgesamt unterrichten am KIT 344 Professoren und 941 ausländische Gastwissenschaftler ungefähr 25.000 Studierende und 467 Auszubildende aus aller Welt. In Leopoldshafen werden die Naturwissenschaften Chemie, Biologie und Physik, sowie auch das Fach Technik unterrichtet.

Der „genetischer Fingerabdruck“ wird oft in der Kriminaltechnik verwendet, um Täter oder Opfer besser identifizieren zu können. Unteranderem lassen sich Vaterschafts-tests ebenfalls mithilfe des genetischen Fingerabdrucks durchführen.

Wir trafen uns um 8:30 Uhr, mit unserer Fachlehrerin Frau Streb, vor dem Eingang des KIT Campus Nord und begannen dann alle gemeinsam mit einer kurzen Einführung unseres Tagesablaufes.

Zu Beginn begrüßte uns Dr. Claudia Estar. Sie erklärte uns, was bei diesem Praktikum auf uns zukommen wird. Zudem bekamen wir nochmals eine kleine theoretische Einführung zum Thema "genetischer Fingerabdruck". Bevor wir uns ans Arbeiten im Labor machten, brachte Frau Dr. Estar uns die Notwendigkeiten für das genetische Arbeiten der Sicherheitsstufe 1 näher.

Im Labor angekommen wartete Frau Dr. Tanja Kuhn, welche uns zusammen mit Frau Dr. Claudia Estar mit Rat und Tat zur Seite stand, bereits auf uns. Wir zogen unsere Schutzkleidung, sprich Kittel, Handschuhe sowie Schutzbrille, an und begannen anschließend mit unseren ersten Arbeitsschritten. Zunächst mussten wir unsere eigenen Mundschleimhautzellen entnehmen, aus welchen wir später unsere DNA isolierten. Um diese nun genauer untersuchen zu können, mussten wir die gewonnene DNA durch die Polymerase-Ketten-Reaktion, kurz PCR, vervielfältigen.IMG 1599

Nach einer kurzen Pause und weiteren theoretischen Einheiten, hatten wir die Gelegenheit, die Gelelektrophorese durchzuführen. Die Gelelektrophorese ist eine Labormethode, bei der man die DNA sichtbar machen kann, sowie die Länge der gewonnenen DNA bestimmen kann. Anfangs war es etwas schwierig die wenigen Tropfen der DNA zielsicher in die vorgesehenen Geltaschen zu füllen, doch mithilfe der Praktikumsleiterinnen konnten wir die Gelelektrophorese problemlos durchführen. Somit ließen wir unsere DNA - Stücke durch das Gel zum Pluspol wandern und wir durften, während wir auf unsere Ergebnisse gewartet haben, zusammen mit Herrn Vogt einen kleinen Rundgang durch die Ausstellung im Besucherzentrum machen.

IMG 1576Neben der Nebelkammer, die uns alle sehr fasziniert hat, durften wir ihm ebenfalls bei einem kleinen Versuch zum Thema Supraleiter assistieren.

Anschließend folgte die Auswertung unserer DNA-Analyse, welche wir gemeinsam mit Frau Dr. Estar durchführten.

Uns machte das Arbeiten mit Mikropipetten, "Eppis" und "Vortextern" großen Spaß. Das Praktikum bot uns einen Einblick in den praktischen Bereich der Biologie und die Chance die Methoden der Molekulargenetik, welche uns nur aus dem Theorieunterricht bekannt waren, anzuwenden. Außerdem bekamen wir dadurch die Möglichkeit die Arbeit von Wissenschaftlern selbst durchführen zu dürfen. Für uns war es ein tolles Erlebnis das Gelernte anwenden zu können und am Schluss des Arbeitsprozesses zu sehen, dass die eigene Arbeit Ergebnisse zeigte.



genetischer Fingerabdruck (Sept´17)


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