Stop-Motion Filmprojekt der E1 und E3 (Mai´18)

Als wir im Biounterricht zu Regisseuren wurden

Unterricht - Ein Wort, welches man zu oft mit dem öden Herumblättern in vergilbten Schulbüchern assoziiert, sich dem Versuch hingebend, den Lernstoff in Form von schwarzen Lettern auf oftmals schon gelb angelaufenen Papier, dazu zubewegen aus dem Buch in den eigenen Kopf überzugehen um dort Bildungslücken zu schließen und das für den Schulabschluss relevante Wissen zu erlangen. Dabei erscheint uns der Unterricht oftmals alles andere als abwechslungsreich, vielmehr öde und monoton.

Aber wie sagt man so schön, es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels, besser gesagt dem endlos scheinenden Schulunterricht - zu Letzt in Form von LED-Blitzen- Kamerablitze-, die ganz oft hintereinander das Klassenzimmer erleuchteten und Licht ins dunkle brachten. Woher kam das Licht?

In der Fachschaft Biologie kommt man in den meisten Fällen nicht um das Pauken von Fachtexten und das Auswendiglernen von Biologischen Sachverhalten herum. Biologie ist ein Lernfach. Aber Lernfach muss nicht gleichbedeutend sein mit >> wir sitzen dann mal für ein paar Stunden auf unseren Plätzen und studieren die 20 Bücher, die da vor uns liegen<<. Unsere Fachlehrerin Frau Streb versteht es, die Schüler durch interaktive, abwechslungsreiche Lehrmethoden von Biologie zu überzeugen und dafür zu sorgen, dass das Gelernte auch da oben in unseren Köpfen verweilt.

Zuletzt mit unserem Stop-Motion Filmprojekt, bei dem wir die Lehrplaninhalte der letzten Monate in Kurzfilmen realisiert und das uns angeeignete Wissen damit auch gleichzeitig noch mal wiederholt haben. Stop-Motion ist eine Filmtechnik, bei welcher der Eindruck von Bewegung (Motion) entsteht, indem man einzelne Bilder (Frames) von ruhenden Objekten aufnimmt und diese anschließend aneinanderreiht. Damit der Anschein eines flüssigen Bewegungsablaufes entsteht müssen pro Sekunde mindestens 10-15 Bilder geknipst werden!

Stop-Motion E1 B1Nachdem wir uns in Gruppen zusammengefunden hatten und die zu realisierenden Themen, wie zum Beispiel die Mitose (Zellteilung), Ablauf einer Enzymreaktion, oder Enzymhemmung durch den bei Adipositas eingesetzten Wirkstoff Orlistat für unseren Stop-Motion Film ausgesucht hatten, machten wir uns daran mit den unterschiedlichsten Materialien ein Konzept zu entwickeln.

Zu Beginn mussten wir natürlich Überlegungen anstellen, wie wir die Biologie unseres Themas (unter Verwendung der Fachsprache!) so komprimierten, sodass die wenige Zeit, die ein Stop-Motion Film bietet, ausreichen würde um das Thema anschaulich und auf adäquatem Niveau zu vermitteln.

Also wurden wir als Klasse, in unseren unterschiedlichen Expertengruppen zu BIO-Regisseuren, die mit technischem Equipment in Form unseres schuleigenen TABLET-Koffers, Regie führten und Bilder knipsten was das Zeug hielt.

Stop-Motion E1 B2 Dabei arbeiteten wir mit Materialien wie Legosteinen, Pfeiffenputzern und Dekosteinen, die wir in Biologische Materie transferierten und damit Grundlage für unsere Produktionen lieferten. Unserer Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt und auch in puncto Zeitmanagement gab es einiges zu beachten. Nach dem wir in den nächsten Schulstunden also Hunderte von Bildern (Frames) gemacht hatten, waren unsere Rohproduktionen bereit für die Bearbeitung und das Zusammenschneiden.

Die Resultate waren sowohl fachlich, als auch die Kreativität betreffend, super anzusehen und den verschiedenen Stop-Motions war die harte Arbeit anzusehen, ebenso die Tatsache, dass Kreativität etwas Individuelles und Vielseitiges ist. Das Filmprojekt, von Frau Streb initiiert, war ein voller Erfolg und hat uns Schülern viel Freude bereitet, bei der wir ganz nebenbei noch unsere Fachnote aufpolieren konnten, für all jene unter uns, die vielleicht nicht die fleißigsten Lerner sind, dafür aber umso mehr in der Lage sind, zu planen, zu realisieren und zu managen. Stop-Motion E1 B3

Wir bedanken uns bei der Schule, die uns durch das technische Equipment derartige Projekte ermöglicht und bei Frau Streb, für den interaktiven und interessant gestalteten Unterricht – Ja, so macht das Lernen Spaß!

Jakob Westermann WGE/1



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